farbiger Rauch
farbiger Rauch

Rauch fotografieren

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Im heutigen Beitrag, will ich euch zeigen wie ihr Rauch mit einfachen Mitteln in Szene setzen könnt.
Dazu benötigt ihr weder Lichtstarke Objektive, noch anderes teures Equipment. Lediglich eine bis zwei Lichtquellen, eine Kamera im Manuellen Modus, einen schwarzen Hintergrund und natürlich Rauch. Wie ihr diesen erzeugt, liegt ganz bei euch. Ich habe mich für Räucherstäbchen entschieden. Ihr könnt aber auch eine Kerze, Zigarette, Streichholz oder irgendetwas anderes dafür verwenden, was Rauch erzeugt. Falls ihr in einem Wohnraum arbeitet, sorgt bitte dafür dass der Rauchmelder nicht anspringt und natürlich für einen feuerfesten Untergrund.

Der Aufbau

Ich habe als Untergrund einen Glastisch verwendet, auf dem der Halter für das Räucherstäbchen samt Räucherstäbchen Platz gefunden hat. Hinter dem Tisch habe ich einen schwarzen Vorhang an der Wand befestigt. Links vom Tisch habe ich eine kleine Softbox aufgestellt, um mir das Fokusieren etwas zu erleichtern, da hierbei in einem abgedunkelten Raum gearbeitet werden muss. Rechts vom Tisch kam ein kleiner Systemblitz der Marke Yongnuo mit Funkauslöser und Wabe zum Einsatz.
Wer keinen Blitz mit Funkauslöser zur Hand hat, kann auch eine Taschenlampe oder andere Lichtquelle nehmen und auf die zweite Lichtquelle als Fokusierhilfe verzichten. Wichtig hierbei ist nur, dass das Licht nicht gestreut wird um den Hintergrund und die Umgebung nicht aufzuhellen.
Wer einen Blitz mit Funkauslöser besitzt, aber keinen Wabenaufsatz hat, kann sich mit Pappe „Scheuklappen“ für den Blitz bauen oder den Blitz zwischen zwei hohen Büchern aufstellen und das Ganze auf den Rauch ausrichten.

Rauch steigt auf

Hat man alles aufgebaut, braucht man nur den Rauch steigen zu lassen und die richtigen Werte in die Kamera einzugeben.
In meinem Fall, habe ich den Blitz auf 1/16 Leistung eingestellt. An der Kamera geht es ab Blende 8 los. Die besten Ergebnisse habe ich jedoch bei Blende 10 und 11 sowie einer Verschlusszeit zwischen 1/160 und 1/200sek. erzielt. Größere Blenden würde ich hierbei nicht empfehlen, da es bei größerer Blendenöffnung sehr schwer wird den Rauch vernünftig zu Fokusieren. Rauch ist nunmal nicht zweidimensional und benötigt eine gewisse Tiefenschärfe. Um das Rauschen im Bild so gering wie möglich zu halten und die Nachbearbeitung in Lightroom nicht unnötig lang zu gestalten, wird mit ISO 200 bei Nikon bzw. ISO 100 bei Canon fotografiert. Als Objektiv habe ich ein günstiges Tamron 18-200 bei 200mm Brennweite verwendet, da es hier das beste Abbildungsverhältnis hat. Dieses Objektiv habe ich gewählt um zu zeigen, dass auch ein günstiges Exemplar für gerade einmal 140€ wunderbare Dienste leisten kann.

Zugegeben, die Bilder sind vielleicht nicht perfekt, aber doch sehr ansehnlich. Und sie lassen sich, wie in meinem Beispielbild, sehr gut in Photoshop oder Gimp weiter verarbeiten.

farbiger Rauch

Rauch in allen Farben des Lichtspektrums

Wer will kann mir gerne seine Ergebnisse präsentieren.

Zusätzliche Tipps

  • steigt der Rauch zu schnell und gerade in die Höhe, einfach einen Löffel in den Rauch halten. Das Metall kühlt den Rauch etwas ab und verlangsamt ihn dadurch. Zudem entstehen hierbei einmalige Verwirbelungen
  • zieht der Rauch zu stark zur Seite, sollten Fenster und Türen geschlossen werden
  • sind Fenster/Türen geschlossen, sollte bei längerer Session in regelmässigen Abständen gelüftet werden, da die Raumluft sich schnell sättigt und somit saubere Aufnahmen verhindert
  • Teelichter um die Rauchquelle aufstellen. Mit der aufsteigenden warmen Luft, lassen sich schöne Rauchsäulen erzeugen
  • manuell fokusieren, da der Autofokus sich sonst einen Wolf pumpt
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